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Chapter 2


Was war passiert? Kael konnte aufgeregte Stimmen um sich herum wahrnehmen, doch seine Augen wollten sich nicht öffnen. Es mussten vier Personen sein, zwei davon weiblich. Das eine musste Skya sein, er erkannte ihre unverwechselbare Stimme. Sie war ganz nah bei ihm. Endlich konnte er seine Augen langsam öffnen und sah ihr sorgenerfülltes Gesicht. Kael wusste nicht mehr, was genau geschehen war. „Nagaki, denkst du etwa er wird von deinem herumgerenne wach? Setz dich endlich hin!“, schrie Skya den jüngeren Drachenmenschen an. Mit all seiner Kraft streckte Kael seine Hand aus. Niemand schien zu bemerken, dass er wieder bei Bewusstsein war. Kael berührte Skya sanft an der Wange, die daraufhin zusammen zuckte. Skya sah hinunter zu ihm, ihr standen Tränen in den Augen und ihre Hände zitterten leicht, als sie nach seiner griff. Nanaki und Nagaki sprangen auf und rüttelten an ihm herum und gaben dabei allerlei Unverständliches von sich. Eine weitere Stimme gebot den beiden jungen Herren Einhalt. Wer war das nun? Sie musste einer weiblichen Person gehören, die Kael auch bekannt zu sein schien, doch konnte er sie so nicht zuordnen. Mühsam gelang es ihm, seinen Kopf zu drehen und sich so langsam umzusehen. In ein paar Metern Entfernung stand zu seiner Verwunderung die Tempelwächterin Leyla. Sie war es also. Kael wusste nicht warum, doch wirklich überrascht war er nicht. Leyla kam zu ihm gelaufen und legte ihm behutsam eine Hand auf die Schulter. „Bleib liegen Kael und überanstrenge dich nicht. Sobald du dich erholt hast, kannst du uns in aller Ruhe von den Ereignissen auf dem Dorfplatz berichten.“, sprach sie in beruhigendem Tonfall, an Nanaki und Nagaki gewandt fügte sie hinzu: „Und wir sollten ihm seine Ruhe gönnen. Ihr beiden kommt jetzt mit mir hinunter in die Küche und erzählt mir mal etwas von Byakuren und den Geschehnissen der letzten Monate.“ Leyla schob die beiden vor sich die Tür hinaus. Die Tür schloss sich und Kael war mit Skya alleine. Kael kam es so vor als wüsste Leyla immer genau was ihn belastete. Die Stimmen von Nanaki und Nagaki, die protestierten, waren kaum noch zu hören, als Skya anfing zu weinen und sich an ihn klammerte. Kael wusste nicht, was er sagen sollte, er konnte nicht mehr tun als seine Arme um sie zu legen und sie an sich zu drücken. Doch alleine dadurch, dass sie so in seinen Armen lag, schien sie sich zu beruhigen. Als sie sich gefangen hatte, sagte sie mit leiser Stimme: „Bitte Kael, pass auf dich auf. Verlass mich nicht.“ „Das werde ich nicht, ich lass dich nicht alleine.“, stumm und nur für seine Gedanken zu hören fügte er noch ein paar Worte hinzu.

 

Ob er ihr jemals offenbaren würde, was er hier gedacht hatte? Kael war sich nicht sicher, noch nicht jedenfalls. Skya küsste ihn flüchtig auf die Stirn und wandete sich der Tür zu. Im Gehen sagte sie ihm noch, er solle sich ausruhen und dass sie mit den anderen in der Küche warten würde. Dann schloss sich die Tür ein zweites Mal und er war alleine. Er starrte an die Zimmerdecke und versank in Gedanken. Das,was er auf dem Dorfplatz erlebt hatte, spielte sich vor seinem inneren Auge an der Decke ab. Ein Gedanke lies ihn zusammenfahren, der Papyrus! Wo war er geblieben? Kael wurde klar, dass der Fetzen nur für ihn bestimmt gewesen sein musste. Wieso sonst hätte der Akujin gerade ihm diese Nachricht überbringen sollen? Er musste unbedingt wissen, was auf dem Stück stand. Doch gleichzeitig wurde ihm bewusst, dass er nicht wusste, wer den Fetzen mit der Nachricht jetzt aufbewahrte. Während er so darüber nachdachte, übermannte ihn die Müdigkeit. Kael konnte sich nicht mehr konzentrieren und glitt allmählich in einen ruhigen, traumlosen Schlaf über.

 

Leyla, Nanaki und Nagaki saßen schweigend da, als Skya die Küche betrat. „Was ist denn mit euch los? Ihr seht alle so besorgt aus?“, fragte Skya, deren Blicke immer besorgter wurden, als sie sich setzte. Die drei wechselten kurze, allessagende Blicke, dann zog Leyla ein Stück Pergament aus ihrem Ärmel und reichte ihn Skya, ohne auch nur ein Wort über dessen Inhalt zu verlieren. Skya hielt den Fetzen in einer Hand und sah die anderen fragend an. „Lies es dir durch, Kleines.“, sagte Leyla und seufzte leise. Skya sah auf den Papyrus und entdeckte die gekritzelte Schrift und las sich die wenigen Zeilen mehrmals durch. „Das kann doch gar nicht... Wo habt ihr das gefunden?“, Skya’s Gedanken überschlugen sich, als sie das Papyrusstück an Leyla zurück gab. „Kael hatte es in der Hand als er zusammenbrach. Die beiden haben ihn ja hinauf getragen und du bist ihnen voraus. Ich bin als Letze hinauf und habe gesehen wie Kael das Stück aus der Hand fiel und es an mich genommen.“, sagte Leyla mit gedämpfter Stimme und fügte nach einem Seufzen hinzu: „Er muss es wohl erfahren, auch wenn es ihm das Herz bricht.“ Skya nickte, konnte jedoch nicht mehr reden, ihr fehlten die passenden Worte um das auszudrücken, was ihr durch den Kopf ging. Sorgen und Ängste machten sich in ihrem Herzen breit. Sie hatte Angst, er würde sie zurücklassen und nach seinem Vater suchen wollen, wenn er diesen Brief erst einmal gelesen hatte. Sie wollte diesem Brief nicht glauben, da er selbst gesagt hatte, sein Vater wäre tot. Doch was, wenn er wirklich noch lebte und sich als Gefangener des Nekromaten in Necrono befand? Ihre Gedanken kreisten immer wieder um die selbe Frage herum. Eine Hand auf ihrer linken Schulter lies sie aus ihren Gedanken aufschrecken.

 

Kael stand hinter Skya mit der Hand auf ihrer linken Schulter und sah in zwei finstere Gesichter, Skya´s Gesicht konnte er nicht sehen, nur Leyla sah ihn besorgt an. „Der Papyrus, wo ist er?“, Kaels Stimme klang völlig gleichgültig. Leyla gab ihm den Fetzen ohne ein Wort. Seine Blicke wanderten zu dem kleinen Brief hinunter ohne ihn zu lesen. „Ihr habt ihn sicher alle gelesen, oder irre ich mich?“, seine Stimme war immer noch kalt und ohne jegliches Gefühl. Skya bekam ein schlechtes Gewissen. Nach einer kurzen Zeit des Denkens schließlich, sah Nagaki zu Kael auf und sagte: „Ja mein Freund, wir alle wissen um den Inhalt des Briefes, aber lies selbst.“ Kael setzte sich auf den letzten freien Stuhl und begann im Stillen zu lesen:

An Kael, Luinson

Wenn du dies liest, hat mein Akujin seinen Auftrag erfüllt und ist tot. Du sollst wissen, dass meine Bestien bei dem Angriff auf Byakuren einen Bewohner verschont haben. Den Schmied Luin, er befindet sich in meiner Gewalt in meinem Turm Necrono in der Sureia-Wüste. Solltest du ihn noch ein Mal sehen wollen, begib dich nach Necrono. Wenn du mir zu Diensten bist, soll das Leben deines Vaters verschont bleiben.

Farjeth

 

Das konnte doch unmöglich wahr sein! Kael lies zitternd das Papyrusbriefchen fallen. Wieso kam die Nachricht erst jetzt? Was wollte der Nekromat von ihm und seinem Vater? Kael bekam nichts mehr um sich herum mit. Sein glasiger Blick war starr auf den Brief gerichtet der auf dem Tisch lag, seine Gedanken überlagerten sich sehr heftig. Was war nur in Amlugdor geschehen? Die ganze Welt schien in eine allumgreifende Wirrnis zu fallen.

Nichts mehr schien so zu sein, wie es sein sollte. Der Himmel verdunkelte sich, als wäre die Nacht früher hereingebrochen als sonst. Eine dichte Wolkendecke hatte sich vor die Sonne geschoben, in weiter Ferne ein immer lauter werdendes Grollen, das auf Radanar zuwalzte. Ein gleißender Lichtblitz erhellte für wenige Momente die Welt, dann war es wieder nachtschwarz und das Jaulen des Windes wurde immer lauter. Der Sturm fegte gnadenlos über das Land hinweg, die Bäume bei Licht in schöner Blütenpracht warfen ihre Blüten im Wind hinfort und bogen sich immer weiter, als drohten sie unter einer schweren Last gleich zu zerbrechen wie dünne Äste. Die kleineren Bäumchen hielten nicht stand und brachen mit lautem Knacken durch, als würden Knochen zwischen den Kiefern der Akujin zermalmt werden. So schön ein Tag auch sein mochte in Radanar, sobald einer der seltenen Stürme aufzog, war alle Blütenpracht des Sommers verschwunden, zurück blieb nur das Chaos das er anrichtete, wenn er über das weite Tal hinweg fegte.

Dieser Sturm blies nun schon seit einigen Stunden im Tal umher, bei diesem Wetter hinaus gehen zu wollen wäre töricht gewesen. Kael und die beiden Brüder saßen im größeren Wohnraum, während Leyla und Skya sich mit einem Abendessen bemühten. Kael erzählte Nanaki und Nagaki was er seit der Trennung von ihnen alles erlebt hatte. Berichtete ausführlich über das Hasedoki, die Schatulle und den Boten aus Brodir, der nach seinem Bruder gesucht hatte. Doch dann weckte ein Geruch, der aus der Küche heran wehte Erinnerungen aus seiner Kindheit. Es roch nach dem Eintopf, den sein Vater früher oft für ihn gekocht hatte, wenn er nicht gerade zu beschäftigt gewesen war mit seiner Arbeit. Woher nur kannten Skya und Leyla dieses Essen? Ohne auf Nanaki's Frage zu antworten, lief er in die Küche und lies die beiden wortlos sitzen. Leyla stand vor einem großen kesselförmigen Topf, während Skya den Tisch deckte, beide sahen ihn verwundert an. „Kael ist irgendetwas vorgefallen?“, fragte Leyla die den schweren Topf alleine vom Steinherd auf den Tisch wuchtete, während Skya aus der Küche verschwand um Nanaki und Nagaki zu holen. Er schüttelte nur den Kopf, Leyla sah ihn stirnrunzelnd an. „Du kennst dieses Gericht oder?“, fragte sie leise, mehr an sich selbst gerichtet, doch seine wölfischen Ohren konnten sie genau hören. Kael, in Gedanken versunken nickte nur, Leyla war fassungslos. Hatte Luin sich doch etwas von ihren Kochkünsten gemerkt, aber ausgerechnet diesen Eintopf? War er es nicht immer, der behauptete, dass der Rhadeintopf ungenießbar sei? Obwohl nein, eigentlich hatte er fast immer alles leer gegessen, sofern sie ihn gekocht hatte. Leyla konnte sich auf einmal ein Schmunzeln nicht mehr verkneifen, Kael kam sehr nach seinem Vater. Sie hatten einen Ausdruck in den Augen, den sie bisher bei keinem anderen Geschöpf Amlugdors je gesehen hatte. Gelächter riss Leyla aus ihren Gedanken.


Nanaki kam lachend in die Küche gelaufen. „Kael, guck nicht so dümmlich wie ein Welpe, der das erste mal mit auf der Jagd ist und es gerade mal geschafft hat einen altersschwachen Hasen zu erlegen.“ Leyla sichtlich amüsiert über Nanaki's schnippische Bemerkung lachte leise, die beiden Drachenmenschen brachten wirklich etwas Farbe in die trostlose Welt. Kaels wütender Blick brachte Nanaki erst recht wieder zum Lachen, die beiden wirkten eher wie ein altes Ehepaar, als zwei alte Freunde. Nagaki und Skya kamen in die Küche sahen sich die beiden jungen Kerle an und fingen unweigerlich an herzhaft zu lachen. Kael zog es vor sich schmollend hinzusetzen. Das helle, freundliche Lachen von Leyla erinnerte Kael an das Gelächter einer Nachtigall im Sommerwind. Kael atmete tief durch um sich zu beruhigen, während sich die anderen ebenfalls zu ihm an den Tisch setzten. Währen die aßen redeten sie kaum ein Wort, wobei die Stille jedoch keineswegs bedrückend wirkte, was aufgrund der letzten Geschehnisse wohl durchaus so sein sollte. Leyla räumte nach dem Essen in Gedanken versunken den Tisch ab und setzte sich zu den anderen zurück, wobei sie dabei aus dem Fenster starrte. Kael sah Leyla nachdenklich an und lauschte dabei den Worten von Skya, die eine alte Geschichte erzählte. Nanaki und Nagaki alberten wieder ausgelassen herum, doch Kael überlegte immer angestrengter, warum Leyla ihm nur so vertraut vor kam. Ihre Stimme wirkte auf seltsame Weise sehr vertraut auf ihn, wenn sie ihre Worte an ihn richtete auch gleichermaßen beruhigend. War sie am Ende gar seine...? Nein, das konnte doch nicht möglich sein. Keine Frau, ob Elf, Zwerg oder Drachenmensch gab ihr Kind schon freiwillig her. Aber eigentlich war es nicht unmöglich, sie kannte seinen Vater und so viele elfische Frauen die in seines Vaters Altersgruppe waren, gab es in Radanar sicherlich auch nicht. Sie aber aus ihren Gedanken zu reißen und sie vor den anderen zu fragen kam für Kael nicht in Frage. Er würde das zu einem anderen Zeitpunkt nachholen, wenn sie alleine waren. Er beobachtete sie schweigend und versank dabei allmählich selbst in Gedanken.


Plötzlich hatte das ferne Donnergrollen aufgehört und auch der Regen setzte abrupt aus. Die Wolkendecke riss auf und ein einzelner Lichtstrahl fiel durch das Fenster und tauchte die nachdenkende Leyla in ein warmes Licht. Sie saß mit starr auf das Fenster gerichteten Augen da, weit abseits der Realität in Gedanken gefangen. Über was sie wohl nachdachte? Kael seufzte leise, erhob sich und ging ohne ein Wort zu sagen aus der Küche hinaus in den Flur. Er sah sich kurz um, ein letzter Blick auf Skya, die mit den beiden Brüdern herum alberte, dann verließ er schweigend das Haus. Das Geräusch der Haustür lies Leyla aufschrecken, verwirrt sah sie sich in der Küche um. Irgendetwas verstörte sie, etwas fehlte... Kael! „Wo ist Kael hin?“, fragte sie aufgewühlt. Die anderen sahen sie irritiert an, ohne ein Wort zu gehen sah ihm eigentlich nicht ähnlich. Vor allem nach einem solchen Sturm rauszugehen war gefährlich, vor allem weil man nicht wusste, ob diese schwarzmagischen Bestien noch in der Nähe waren. Diese schienen auch ein gewisses Interesse an ihm zu hegen, warum auch immer. Wenn ihm etwas zustieße, dachte Skya, konnte sie sich das nie mehr verzeihen. Ohne zu zögern rannte sie aus dem Haus hinaus und sah sich auf der Straße um. Wo war er hin verschwunden? Das Dorf bot ein Bild purer Verwüstung und absolutem Chaos, ihn hier zu finden war fast unmöglich. Ganze Bäume hatte es aus dem Boden gerissen, die auf den Wegen lagen oder auf Häuser gestürzt waren, deren Dächer und Außenmauern dann in sich eingebrochen waren. Aufgeschreckte Tiere stoben durch die Gassen, deren Koppelzäune waren weggerissen worden und lagen überall verteilt herum, teilweise hatte auch ein umgestürzter Baum den Zaun nieder gerissen. Weinende Elfenkinder saßen auf den Straßen, umgestürzten Bäumen und waren selbst durch die Erwachsenen nicht mehr wirklich zu beruhigen. Skya irrte aufmerksam durch die Straßen und Gassen, auf der Suche nach Kael. Selbst als die Dämmerung einsetzte hatte sie ihn immer noch nicht auffinden können. Hoffentlich war ihm nichts zugestoßen! Skya setzte sich auf eine Bank auf dem Dorfplatz, die vom Sturm verschont geblieben war. Von der anderen Seite des Platzes aus kam Leyla auf sie zugelaufen. Hatte sie auch nach ihm gesucht? Sie setzte sich neben Skya und seufzte leise. „Du hast auch nach ihm gesucht?“, fragte Skya leise. Leyla nickte nur, nach Worten stand ihr nicht der Sinn. Betrübt sah sie in den feuerroten Himmel, langsam versank die Sonne hinter dem Faraelgebirge und lies dem Mond für die Nacht die Welt. Und Morgen würde der grelle Feuerball gleich einem Phönix wieder in den Himmel steigen. Leyla dachte an Luin und daran, wie ähnlich ihm sein Sohn doch war. Was war Luin nur geschehen und was war auf diesem Streifen Papyrus geschrieben? „Leyla... du hütest ein Geheimnis, was Kael betrifft, nicht wahr?“, Skya fragte es leise, doch Leyla kam es so vor, als hätte man ihr einen Dolch in den Leib gestoßen. Wie hatte Skya das herausfinden können, wusste sie auch noch in welcher Beziehung sie zu Kael stand? Als sie ihre Worte wieder fand, fragte sie: „Was weißt du darüber?“ Als Antwort folgte nach einem tiefen Seufzen ein ehrliches „Nichts“. Also war ihr kleines Geheimnis doch nur Galan und ihr selbst vertraut. Vielleicht sollte sie mit Kael darüber reden, er sollte die Wahrheit kennen.


Nachdem er aus dem Haus gerannt war, war er als Wolf aus dem Dorf geeilt. Skya sollte ihm nicht folgen, er brauchte eine Weile für sich. Als Wolf verstand er sich darauf, keinerlei Spuren zu hinterlassen. Oft war er früher von zu Hause fortgelaufen und hatte eine Weile lang bei einem Wolfsrudel gelebt, die ihn gerne gesehen hatten. So rannte er über die Wiesen hin zum Waldrand. Er würde zu Skya zurückkehren, das wusste er, doch jetzt musste er alleine sein. Er dachte an seinen Vater, der ein Gefangener des Schwarzmagiers war. Und dabei dachte er auch noch an seine Mutter. Wie sie wohl war und wo sie lebte? Oft stellte er sich allerlei Fragen über seine Mutter und versuchte, sie sich vorzustellen. Doch ohne Erfolg, denn sein Vater hatte nie ein Wort über sie verloren. Kael wusste rein gar nichts über sie, außer dass sie aus Radanar stammte. Warum hatte sein Vater ihn nur immer so wehmütig angesehen, sobald er ihn nach seiner Mutter gefragt hatte? Irgendwann hatte er es aufgegeben etwas über sie in Erfahrung bringen zu wollen. Lebte seine Mutter denn überhaupt noch? Kael streifte ziellos durch das Unterholz und war froh über das Geschenk von Byakuren, die Tiergestalt. Byakuren war nicht nur der Name des Dorfes, in dem er aufgewachsen war, sondern auch die Schutzgottheit des gleichnamigen Dorfes. Sie wurde oft als große, silbergraue Schlange dargestellt, die es sichtlich liebte sich in Reimen und Rätseln auszudrücken. Ihren Schützlingen gewährte sie die Gunst der Verwandlung. Jedoch stand man vor der Wahl, sobald man sich des Geschenkes als würdig erwiesen hatte. Denn es war nur möglich die Gestalt eines Tieres anzunehmen. So war jeder Elf aus Byakuren einzigartig, denn nur selten geschah es, dass zwei Elfen die selbe Gestalt annahmen. Ein knackender Ast riss Kael aus den Gedanken, er sah sich um und stellte fest, dass er die Orientierung verloren hatte. Er suchte sich einen kleinen Unterschlupf in der Nähe und lies sich auf dem weichen Waldboden nieder, eine kleine Rast würde ihm sicherlich nicht schaden. Er legte den Kopf auf seine überkreuzten Pfoten, sah in den Nachthimmel und kurze Zeit später war er eingeschlafen. All seine Sorgen und Ängste schwanden dahin, sein letzter Gedanke galt Skya, dann wurde die Welt schwarz.


In seinen Träumen war er wieder zu Hause in Byakuren. Sein Vater lehrte ihm wie fast jeden Tag das Schmieden von Hufeisen, Werkzeugen und den verschiedensten Waffen, darunter einige Varianten von Schwertern und Äxten. Er stand an Amboss und Esse, schwang den schweren Schmiedehammer und hieb auf den glühenden Stahl ein. Die Hitze trieb ihm den Schweiß ins Gesicht und das Atmen wurde mit der Zeit schwerer. Kael keuchte, doch noch war das Stück Stahl heiß und konnte bearbeitet werden. Wie hieß es doch noch gleich? Man solle das Eisen schmieden solange es heiß sei. Sein Vater stand wie immer daneben und beobachtete seinen Sohn bei der Arbeit. Immer hatte er einen guten Rat für ihn oder legte selbst einmal Hand an. Doch dieser Stahlrohling den er da in der Hand hielt, sollte seine erste eigene Waffe werden, weshalb Luin selbst nicht in das Geschehen eingriff und nur stumm zusah. Seine langjährige Erfahrung machte es ihm einfach zu erkennen, dass der Stahl bald wieder zu kalt war und wieder zurück ins Feuer musste, was für Kael bedeutete sich wieder an die Esse zu stellen und den Blasebalg zu bedienen. Luin trat unter dem Vordach, unter dem er sich seine Schmiede vor Jahren eingerichtet hatte, hervor und sah ihn den Abendhimmel hinauf. Er lauschte dem gleichmäßigen Hammerschlag und fing unweigerlich an zu schmunzeln. Kael gab sich sichtlich mühe mit seiner Klinge, dessen spätere Form Luin gänzlich unbekannt war. Kael hatte ihn nicht einweihen wollen. Der Schwertgriff aus Kirschholz lag in seinen Einzelteilen bereit in einer Zedernholzschachtel bereit. Luin zweifelte nicht eine Sekunde an dem Talent seines Sohnes. Er blickte sich schweigend, mit den Händen in die Hüfte gestemmt um und suchte nach seinen beiden Schützlingen, die wohl die ungewöhnlichsten Bewohner des Dorfes waren. Im Dorf lebten eigentlich nur Elfen, seit 20 Monden jedoch auch zwei Brüder aus dem Feuerclan der Drachenmenschen. Ihr Volk spaltete sich einst in vier Clans auf, die den Elementen verschrieben waren. Erde, Feuer, Luft und Wasser jeder Clan lebte eigentlich für sich doch manchmal geschah es, dass zwei Clans aufeinander trafen und sich Drachenmenschen aus zwei völlig gegensätzlichen Clans ineinander verliebten. Dann trat der Fall ein, dass einer den Clan wechseln musste wenn sie ihrer Liebe erlagen.


Luin hatte die Brüder losgeschickt, eine Lieferung Stahlrohlinge für seine Schmiede abzuholen, doch wo steckten die beiden nun schon wieder? Der ältere der beiden, Nagaki war in Kaels alter, Nanaki war etwas jünger, doch irgendwo war er ein netter Kerl. Außer Kael und Luin wollte anfangs im Dorf niemand etwas mit ihnen zu tun haben. In der Nacht als sie im Dorf aufgetaucht waren, hatte Luin ihnen Unterschlupf gewährt. Nanaki war damals noch relativ klein gewesen. Luin hatte ihnen geholfen, sich in dem für sie völlig fremden Dorf einzuleben, so gut es ihm möglich war. Sie konnten zwar die Sprache der Vereinigung, doch die Sprache der Elfen war ihnen fremd. Als Schmied verdiente Luin genug, um die beiden mit zu ernähren und ihnen Kleidung zu geben, doch sollten sie auch früh genug wie Kael lernen sich ihr Brot selbst zu verdienen. Leider hatte keiner der beiden auch nur ansatzweise das Talent dazu, ein Schmied zu werden, sonst hätte Luin die beiden darin unterrichtet wie seinen eigenen Sohn. Kael würde jedenfalls in ein paar Jahren die Schmiede übernehmen können, wenn er nicht aufgab und Luin konnte sich dann guten Herzens zur Ruhe setzen. Doch das hatte alles noch Zeit.


Die Lieferung der Rohlinge war zwar nicht lebensnotwendig, doch wusste er gerne wo sie blieben, hätten sie doch schon vor Stunden wieder zurück sein müssen. Vielleicht ein kleiner Nebenauftrag? Zwar waren sie nicht seine eigenen Kinder, doch sorgte er sich um sie wie um Kael. Er hatte sie vom ersten Tag an sehr gemocht. Nanaki war ein kleiner Schussel, wann immer es um Arbeit ging, er bemühte sich zwar nach Leibeskräften, doch nie wollte wirklich etwas gelingen, egal ob als Zimmermann, Holzfäller, Steinmetz und auch im Haushalt nicht. Jedoch besaß er eine schier nie enden wollende Ausdauer und laufen konnte er schneller als ein Hase, weshalb Luin ihm die ganzen Botengänge auftrug. Das hatte sich schnell wie ein Lauffeuer im Dorf verbreitet und ein paar Tage später bekam Nanaki Anfragen, ob er nicht gegen Bezahlung ein paar Botenaufträge übernehmen würde.


Anders verhielt sich das bei Nagaki. Er hatte einige Talente und war auch sehr geschickt, doch außerhalb des Hauses sehr wortkarg, was die Lehrmeister störte, da diese sich gerne mit ihren Lehrlingen unterhielten. So wurde er doch immer wieder zurückgewiesen. Und da er bekanntlich als Schmied nichts taugte, da er die hohe Hitze nicht vertrug, überließ Luin auch ihm einige der Botengänge die es zu tätigen gab. In diesen Aufgaben blühte Nagaki richtig auf und wurde um einiges gesprächiger, wodurch er immer mehr Anschluss an das Dorf fand. Eine Lehre als Jäger wurde ihm angeboten, doch lehnte er dankbar ab, da das Töten nichts für ihn sei.


Beide hatten sie sich innerhalb von drei Monden nach Anfang ihrer Botenlaufbahn eingelebt und sich sehr angepasst. Sie lernten Lesen, Schreiben und Rechnen, sowie die Sprache der Elfen. Sie erweiterten eifrig ihr Wissen und fragten sich gegenseitig in den späten Abendstunden ab. Kael saß oft mit beiden in der Wohnstube bis tief in die Nacht hinein und half ihnen, ihren unheimlich großen Wissensdurst zu stillen. Er brachte ihnen die grundlegenden Dinge der Nautik, Geographie und Astronomie bei. Auch die Lehren der Schutzgottheit Byakuren brachte er ihnen nahe. Kael schien es Spaß zu machen, ihnen sein Wissen das er hatte zu vermitteln. Mit der Zeit wuchs das Band der Freundschaft dann zwischen den dreien und machte sie zu einem unzertrennlichen Gespann. Die anderen jungen Elfen des Dorfes sahen Kael immer nur neidend und verbittert hinterher, war ihnen das Geschenk der Göttin, im Gegensatz zu Kael immer noch verwehrt. Jedoch wenn man bedachte, dass Kael aufmerksam dem Tempelwächter gelauscht hatte, während dieser über Byakuren, der Silberschlange gesprochen hatte und jeden Abend im Tempel gebetet hatte, war es doch nur gerecht, dass die Göttin ihm die Gabe der Wandlung schon zu Teil hat werden lassen. Zu Hause hatte er dann oft noch viel nachgedacht und meditiert nach den allabendlichen Fechtstunden mit seinem Vater, zurückgezogen in seine Kammer. Das war wohl der richtige Weg den sich die Göttin erwünschte. Die meisten in seinem Alter jedoch betranken sich bis spät in die Nacht hinein und redeten ketzerisch über die alten Götter daher, wie sollte diese dann jemals die Gabe erhalten, wenn sie eh nicht an die alten Lehren glaubten? Auf einmal war unweit des Vordachs lautes Gelächter zu hören. Kael sah sich um, ohne am Blasebalg aufzuhören und den Stahl wieder zu erhitzen. Wie heraufbeschworen standen Nanaki und Nagaki unter dem Vordach beide beladen mit Stahlrohlingen für Luins Schmiede. Kael war klar, dass die beiden schon hätten vor Stunden wieder da sein müssen. Aber er dachte sich einfach seinen Teil dazu und schwieg lächelnd. Oft wurden seine Freunde angehalten und um schnelle kleine Botengänge gebeten gegen ein paar Münzen Gold. Und wer sagt da schon groß nein? Doch als Kael wieder am Amboss stand und auf seine unfertige Klinge eindrosch, fing es an zu regnen als hätte sich das ganze Wasser der Seen, Meere und Flüsse in den Wolken über Byakuren versammelt und wollte das Dorf ertränken. Gelegentlich hörte man das Grollen des Donners übers Land hinwegrollen und hier und da zuckten Blitze vom Himmel herab. Kael tauchte seine Klinge in einen Bottich mit Eiswasser, damit der Stahl sofort auskühlte. Jetzt weiter arbeiten zu wollen wäre purer Irrsinn, das hatte ihm sein Vater oft genug eingebläut. Kael verstaute seine nicht einmal halb fertige Klinge in einer Truhe in der er seine Arbeiten aufbewahrte, die noch nicht komplett fertig waren. Er hängte das große, schwere Schloss vor seine Truhe, damit keine Diebe an die kostbaren Eisenwaren kamen. Es wurde zusehends ungemütlicher unter dem Vordach, der Wind wurde stärker und peitschte den Regen nun auch unter das Dach hinein. Kael sputete sich ins Haus zu kommen und die Tür zu verriegeln. Das Feuer in dem Schmiedeofen würde vom Regen gelöscht werden, das war nicht das Problem, doch in dem recht großen Steingemäuer konnte es ziemlich kalt werden, wenn man bei einem Sturm die Tür nicht verriegelte. Luin und Kael lebten in einem der wenigen Steinhäuser von Byakuren, die anderen waren entweder nur teilweise mit Steinen erbaut oder noch vollkommen aus Holz errichtet. Doch die ganzen Holzhäuser mussten jedes Jahr aufs neue saniert werden, da einige Bretter marode wurden durch die Regen- und Kälteeinwirkungen. Kael rannte in seine Kammer im Obergeschoss des Hauses und holte sich den Rapier, den sein Vater ihm geschenkt hatte. Mit einer Waffe fühlte er sich gleich um einiges sicherer, denn irgendetwas stimmte hier nicht und das stank geradewegs zum Himmel. In seelenruhiger Gewohnheit streifte er sich den Waffengurt über und befestigte den Rapier in seiner Halterung. Der Sturm brachte nichts Gutes heran, etwas von erdrückender Bosheit näherte sich. Wann würde es da sein und WAS war es? Nagaki schien Kaels Unruhe zu spüren, machte jedoch keine Anstalten etwas davon verlauten zu lassen. Nanaki witzelte wie es so bei ihm üblich war über den Sturm und dass er „zum geeignetsten Zeitpunkt“ heraufgezogen war und Luin saß in Schweigen gehüllt vor dem Kamin und versuchte die Kälte aus den Mauern zu vertreiben. Nachdem das Feuer im Kamin brannte setzte sich Luin zu den drei anderen und lauschte in den Sturm hinein. Luin spürte die Anwesenheit von eigentümlichen Kreaturen die mit dem Unwetter kamen ganz deutlich und ein prüfender Blick auf Kael sagte ihm, dass er sich das nicht einbildete.

 

Kael prüfte immer wieder nach, ob sein Rapier auch noch mühelos zu ziehen war, Unruhe machte sich in ihm breit. Bald würde etwas geschehen, doch was? Und was waren das für unbekannte Kreaturen, deren Anwesenheit er spürte und Gestank er riechen konnte. Er glich einer Leiche die schon ziemlich verwest war. Grässlich und ekelhaft, anders konnte er es nicht beschreiben. Süßlich und beißend zugleich stach er ihm in die Nase. Der Sturm kam von Südosten angepeitscht mit seinem Windgeheul und Donnergrollen als wolle er die Welt auslöschen und unter einer Wasserflut ertränken. Der Verwesungsgestank wurde immer intensiver und Kael dabei immer unruhiger, etwas böses lauerte dort draußen, warum auch immer aber es war da.


Jetzt waren von überall her schauerliche Schreie zu hören von Elfen, die Qualen erlitten, die nicht von dieser Welt zu sein schienen. Ein Blitzschlag erhellte die Welt, als die Tür von Luins Haus krachend aus ihren Angeln gerissen wurde und gegen die Wand des Flurs schlug und knackend zerbarst. Eine riesige Kreatur schob sich aus der Dunkelheit hinein in das Haus. Das Feuer flackerte und wurde schwächer, als hätte es Angst vor dem was sich auf die vier Männer im Wohnraum zubewegte. Die Kreatur schnaubte und der Geruch nach Verwesung war entsetzlich intensiv geworden. Ein Brüllen der Kreatur schnitt Luin die Worte ab. Zu übertönen war das nicht mehr. Als sie wieder still war schrie Luin Kael und die Brüder an, sie sollen durch das Fenster nach draußen und dann einfach nach Süden laufen, immer weiter. Nanaki und Nagaki sprangen durch das Fenster und verschwanden augenblicklich in der Nacht. Als Kael sprang fiel er, er fiel in tiefe Finsternis.

Kael sprang keuchend auf, während dem Traum hatte er seine wölfische Gestalt nicht mehr aufrecht erhalten können. Warum gerade jetzt verfolgten ihn die letzten Momente, in denen Byakuren angegriffen worden war? Er lehnte sich noch immer keuchend an einen Felsen und versuchte den Himmel über sich auszumachen. Wie lange hatte er geschlafen? Nur spärlich durchbrach das Licht des Mondes die Baumkronen, wodurch der Waldboden fast gänzlich in Dunkelheit getaucht war. Hier und da zirpten ein paar Grillen, eine Eule oder ein Kauz waren in der Ferne zu hören, der Rest des Waldes schlief. Nur noch das vertraute Plätschern eines Baches drang an seine Ohren. Genau das richtige für eine trockene Kehle. Kael raffte sich auf und folgte vorsichtigen Schrittes dem leisen Plätschern. Nach vielleicht zwei Minuten fand er das kühle Nass und lies sich am Ufer des langsam plätschernden Baches nieder und trank ein paar Schlucke. Er floss weiter ins Waldesinnere hinein, doch das sollte nicht Kaels neues Ziel sein. Er musste unbedingt zu Skya zurück, zu lange hatte er sie alleine gelassen mit seinen beiden Gefährten. Sie machte sich bestimmt schon Sorgen um ihn, egal was die beiden Drachenmenschen ihr sagen würden. Dass er sich früher oft tagelang in den Wäldern herumgeschlagen hatte und auf sich aufpassen konnte. Sie war anders als alle Elfenfrauen die er bisher kennen gelernt hatte. Sie sorgte sich einfach um diejenigen, die sie gern hatte. Langsam richtete er sich auf und versuchte sich zu orientieren, nachdem er eine Richtung ausgewählt hatte setzte er sich in Bewegung. Einfach einen Fuß vor den anderen setzen immer weiter in den Wald oder aus ihm heraus.

 
   
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